Blick in die Ausstellung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, April 2017. Foto: Jens-Christian Wagner. SNG
Wanderausstellung "Roter Winkel": Ausstellungstafeln. Foto: Michael Pechel. SnG
Wanderausstellung "Roter Winkel": Ausstellungstafeln. Foto: Michael Pechel. SnG
Wanderausstellung "Roter Winkel": Ausstellungstafeln. Foto: Michael Pechel. SnG

Wanderausstellung "Roter Winkel". Politische Häftlinge im Konzentrationslager Bergen-Belsen

Politische Häftlinge stellten mindestens die Hälfte der Gefangenen im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Unter ihnen befanden sich deutsche Kommunist_innen, Sozialdemokrat_innen und bürgerliche NS-Gegner_innen. Die meisten politischen Häftlinge kamen aus den von Deutschland besetzten Ländern in Europa – vor allem aus Polen, der Sowjetunion, Frankreich und Belgien Sie alle trugen auf ihrer Häftlingskleidung als Abzeichen den roten Winkel der politischen Gefangenen.

Viele politische Häftlinge starben in Bergen-Belsen. Die Überlebenden setzten sich nach dem Krieg für ein friedliches, freies und solidarisches Europa ohne Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus ein. Doch ihr Vermächtnis droht in Vergessenheit zu geraten.

Anhand zahlreicher Dokumente und Fotos sowie exemplarischer Biographien vermittelt die von Studierenden der Leibniz Universität Hannover gemeinsam mit der Gedenkstätte erarbeitete Ausstellung einen umfassenden Eindruck von der Bandbreite der Häftlingsgruppe der politischen Gefangenen und ihrer Existenzbedingungen in Bergen-Belsen. Einen breiten Raum nimmt in der Ausstellung zudem die Frage ein, wie die Gesellschaft in den Herkunftsländern den Überlebenden nach 1945 begegnete.

Zur Ausstellung liegt ein Begleitband vor.

 

Die Ausstellung war bis zum 20. August 2017 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen zu sehen. Seit Oktober 2017 wurde sie in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen präsentiert.

Ab dem 27. Januar 2018 war die Ausstellung in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße zu sehen.

Die Ausstellung wurde vom 8. April bis zum 27. Mai 2018 im Museum Lüneburg gezeigt.

Vom 8. Juli bis zum 30. September 2018 ist die Wanderausstellung in der Gedenkstätte Ahlem in Hannover zu sehen. Am 29. Juli, 12. August, 26. August, 9. September und 23. September um jeweils 14.00 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung statt.

 

Die Ausstellung besteht aus 15 teils miteinander verbundenen Stelltafeln (je 1 m Breite und 2 m Höhe) sowie einer quadratischen Biographien-Stele (Seitenbreite 1 m , Höhe 2 m) und zwei Vitrinen.

Wenn Sie Interesse daran haben, die Ausstellung auszuleihen, wenden Sie sich bitte an martina.koenig@stiftung-ng.de