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  • Internationale Begegnungen

    Internationale Begegnungen

    Die Gedenkstätte Bergen-Belsen richtet sich mit den regelmäßig stattfindenden internationalen Begegnungsprojekten an Jugendliche und Erwachsene. Die Multiperspektivität gilt hierfür als zentrale methodische Grundlage. Die Vielfalt innerhalb der Gruppe, die verschiedenen kulturellen Hintergründe und individuellen Lebenswelten helfen dabei, die jeweils eigenen Perspektiven zu erweitern und Einstellungen zu hinterfragen. Im Austausch über die unterschiedlichen Zugänge zur Geschichte in den jeweiligen Ländern sowie darauf bezogene Erinnerungskultur(en) und Vergangenheitspolitiken können neue Sichtweisen erworben werden und andere Standpunkte besser verstanden werden. Der internationale Austausch soll eine kritische Reflexion über die verschiedenen nationalen Geschichtsbilder ermöglichen.

    Gemeinsames Lernen ermöglichen - Multiplikator_innen aus schulischen wie außerschulischen Kontexten werden durch Schulungen und Fachkräfteprogramme dazu qualifiziert, internationale Jugendgruppen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu begleiten. Der Einsatz unterschiedlicher Methoden wie zum Beispiel Videoprojekte, Schreibwerkstätten oder Theaterpädagogik befördern den Austausch und das Miteinander, was maßgeblich zu einer offenen und wertschätzenden Arbeitsatmosphäre beiträgt.

    Ein internationales Netzwerk knüpfen - Die internationalen Begegnungen und Austausche werden durch ein breites Rahmenprogramm begleitet. Gemeinsame kulturelle oder sportliche Erfahrungen, der Besuch von Städten, Gemeinden oder Initiativen stärken das Miteinander und erleichtern es, die thematischen Inputs zu verarbeiten. Oftmals entstehen aus den Begegnungen langfristige persönliche Kontakte. Die Gedenkstätte Bergen Belsen führt mit unterschiedlichen nationalen wie internationalen Kooperationspartner_innen Jugendbegegnungen, Fachkräfteaustausche, Workcamps und Fortbildungen mit internationaler Beteiligung und transnationalen Perspektiven durch.

     
  • Bergen-Belsen International Summer School

    Bergen-Belsen International Summer School

    Die Bergen-Belsen International Summer School (BBISS) ist ein Seminar für internationale Studierende im Bachelor- und Masterstudium verschiedener Fachrichtungen. Einmal im Jahr kommen etwa zwanzig Interessierte zusammen, um sich über digitale, mediale und globale Entwicklungen von Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur zum Themenfeld Nationalsozialismus auszutauschen. Die BBISS bietet ein vielfältiges Programm aus Vorlesungen, Führungen, Workshops, Diskussionen und Exkursionen. Jedes Jahr steht ein anderes Thema im Zentrum, bisher zum Beispiel „Digitalisierung“, „Raumkonzepte“ und „Erinnerung, Gedächtnis und Zeitzeugenschaft“. Während der International Summer School setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit der Geschichte der Lager und der Arbeit der Gedenkstätte Bergen-Belsen auseinander. Darüber hinaus geben externe Referent_innen, renommierte Wissenschaftler_innen und Mitarbeiter_ innen anderer Gedenkstätten Einblicke in aktuelle Forschungsdebatten und Entwicklungen in der europäischen Gedenkstättenlandschaft. Teilnehmende aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Fachdisziplinen bringen unterschiedliche Perspektiven ein. Die Begegnungen ermöglichen einen intensiven Austausch über die jeweils individuelle Sicht auf Geschichte und eine Reflexion über bestehende Geschichtsbilder.

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  • Fortbildungen

    Fortbildungen

    Die Gedenkstätte macht regelmäßig Angebote zur Fort- und Weiterbildung für Studierende, Lehrkräfte und Referendar_innen sowie Multiplikator_innen aus der historisch-politischen Bildung, Jugend- und Erwachsenenbildung. Die Teilnehmenden lernen den historischen Ort kennen und können sich mit der Vielfalt von Themen und methodischen Zugängen an einem außerschulischen Lernort vertraut machen. Die Programmgestaltung legt die individuellen Wünsche und Voraussetzungen der Gruppe zugrunde und erfolgt in enger Absprache mit den Beteiligten. Themenbausteine können ausprobiert und Aspekte der Geschichtsvermittlung diskutiert werden. Des Weiteren geben die Mitarbeiter_innen Hinweise und Tipps für die Gestaltung eines Gedenkstättenbesuches und stellen Möglichkeiten für die Vor- und Nachbereitung vor.

    Veranstaltungen für Lehrer_innen werden frühzeitig über die Veranstaltungsdatenbank (VeDaB) des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und über diese Website. Personen, die selbst mit einer Gruppe in Bergen-Belsen arbeiten möchten, bieten wir Weiterbildungen an. Außerdem werden pädagogische Mitarbeiter_innen und Multiplikator_innen der außerschulischen Bildung qualifiziert, selbstständig mit (internationalen) Jugend- und Erwachsenengruppen einen Gedenkstättenbesuch vor- und nachzubereiten oder ihre Gruppen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu begleiten.

    Fortbildungsprogramm 2020

    Fortbildungsprogramm 2020 (PDF)

     

     

     
  • Bergen-Belsen Teachers and Young Professionals Programme

    Bergen-Belsen Teachers and Young Professionals Programme

    Im Herbst 2020 startet die Gedenkstätte Bergen-Belsen ein auf drei Jahre angelegtes Programm zur Auseinandersetzung mit der Frage, was Vermittlungsarbeit von Gedenkstätten in der viel beschworenen Zeit nach den Zeitzeug_innen sein kann. Wie können digitalen Formate und neue Medien in der Vermittlung genutzt werden? Was braucht eine moderne Erinnerungskultur und gedenkstättenpädagogische Arbeit?  Wie lassen sich angesichts von rassistischen und antisemitischen Übergriffen Aktualitätsbezüge thematisieren?

    Diesen Fragen möchte das Programm nachgehen. Es richtet sich dabei speziell an junge Berufstätige und Studierende verschiedener Fachrichtungen, die aktuell oder zukünftig als Multiplikator_innen im Bildungsbereich tätig sind oder sein werden. Gemeinsam wollen wir über die Verknüpfung von Bildungseinrichtungen und Gedenkstätten ins Gespräch kommen. Konzepte und Anregungen sollen entwickelt werden, um die Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie die Auseinandersetzung mit Gedenk- und Erinnerungskulturen in den beruflichen (Bildungs-)Alltag zu integrieren. Ziel ist es dabei, den Blick für außerschulische Vermittlungs- und Beteiligungsformen zu öffnen. Dabei soll gerade die Bedeutung des ersten Gedenkstättenbesuchs, der oftmals im Rahmen von Schul- oder Bildungsveranstaltungen stattfindet, in den Blick genommen werden sowie die daran anschließende Motivation, sich vertiefend mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Hierbei steht die Frage im Raum, wie die Gedenkstätte über einfache Besuche hinaus, in der Vermittlungsarbeit von Multiplikator_innen präsent und wirksam sein kann.

    Die mehrtägige Veranstaltung soll erstmals im September/ Oktober 2020 stattfinden und wird in diesem Jahr mithilfe digitaler Formate online durchgeführt. Dazu gehören neben Webinaren und Online-Workshops auch digitale Einblicke in die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Über Online-Plattformen soll zudem ein Austausch zwischen den Teilnehmenden sowie die gemeinsame Projektarbeit ermöglicht werden. Die Ausschreibung zur Teilnahme erfolgt im Juni und wird auf der Homepage der Gedenkstätte veröffentlicht. Eine Bewerbung ist erst ab diesem Zeitpunkt möglich.

    Das „Bergen-Belsen Teachers and Young Professionals Programme“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Jugend erinnert“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

    Kontakt:

    Anett Dremel
    Bildung.Bergen-Belsen@stiftung-ng.de
    +49 (0)5051 4759 130