Fotopuzzle der jüdischen Familie Chigier im Rahmen eines interaktiven Stadtrundgangs in Lwiw. Die Familie überlebte den Holocaust, indem sie sich in der städtischen Kanalisation vor den nationalsozialistischen Besatzern versteckt hat. Lwiw Juli 2017, Olha Shevchuk
Statement einer Teilnehmerin der trinationalen Begegnung. Lwiw Juli 2017, Olha Shevchuk
Ein Teilnehmer der trinationalen Begegnung stellt ein Interview vor, das er mit seiner Großmutter geführt hat. Oświęcim November 2017, Olha Shevchuk
Gespräch mit dem Zeitzeugen und Gulag-Überlebenden Stepan Horechyi. Lwiw Juli 2017, Olha Shevchuk

trinationale Begegnung „Die Geschichte beginnt in der Familie“

In diesem Jahre findet die Begegnung erstmals als Online-Seminarreihe statt. Wenn es möglich sein sollte, bieten wir zusätzlich zu den Online-Formaten optional ein- bis zweitägige Präsenzseminare, nur für die Teilnehmer_innen des jeweiligen Landes, an.

Die trinationale Begegnung „Die Geschichte beginnt in der Familie – Dialog der Generationen” richtet sich an Studierende aus Polen, Deutschland und der Ukraine, die sich mit dem Thema Familiengeschichte beschäftigen wollen. Ausgehend von Bergen-Belsen, Auschwitz-Birkenau und verschiedenen Orten des Erinnerns im ukrainischen Lwiw setzen wir uns mit dem Leben und Schicksal von Familien auseinander, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt und in Lager deportiert worden sind. Wie lebten die Familien vor der Verfolgung? Und was waren Mechanismen der Exklusion und Entrechtung? Was bedeutete es, als Familie oder getrennt von Verwandten, in Gefangenschaft leben zu müssen? Wie sind Familien oder Familienmitglieder nach 1945 mit den Erfahrungen in Bergen-Belsen umgegangen?

Für viele Menschen ist die Familie der erste Zugangspunkt zur Auseinandersetzung mit Geschichte. Daher haben die Teilnehmer_innen während des Projekts die Möglichkeit, Familiengeschichten zu erkunden. Vielleicht finden sich auch in der eigenen Familie Zeitzeug_innen, die über ihre Erlebnisse vor mehr als 75 Jahren erzählen können. Insbesondere die alltäglichen Geschichten und Erinnerungen von Menschen, ihre Werte, Hoffnungen und Sorgen erweitern die Perspektive von geschichtswissenschaftlicher Forschung und können Parallelen zum heutigen Leben aufzeigen. Was geben Groß-/Urgroßeltern oder andere Familienmitglieder an die nachfolgenden Generationen weiter? Was hat die Geschichte meiner Familie und meines Landes mit meinem Leben zu tun? In welchen historischen sowie geschichtspolitischen und erinnerungskulturellen Kontext lassen sich die persönlichen Geschichten einordnen?

Ausführliche Informationen auf der offiziellen Projektwebseite

Flyer zum Download (PDF)

Das Online-Begegnungsprogramm wird aus Mitteln des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) und des Auswärtigen Amtes gefördert.