Leben am seidenen Faden

Zeugnisse zum Austauschlager Bergen-Belsen

Vom Leben polnischer Juden im Austauschlager Bergen-Belsen vom Sommer 1943 bis zum April 1945.

 

Das heimlich geführte Tagebuch von Jozef Gitler und der Erinnerungsbericht von Mina Tomkiewicz spiegeln das Leben im Sonderlager für polnische Juden in Bergen-Belsen zwischen Hoffen und Bangen wider. Erstmals werden diese Zeugnisse in deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Im Sommer 1943 transportierte die SS etwa 2.500 Juden aus Polen nach Bergen-Belsen, um sie gegen Deutsche, die vornehmlich auf dem Gebiet der Westalliierten lebten, auszutauschen. Die meisten von ihnen besaßen Ausweispapiere lateinamerikanischer Staaten, die diese jedoch nicht anerkannten, so dass der Austausch nicht stattfand. Die Häftlinge wurden daraufhin in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. 350 Häftlinge aus der Gruppe verfügten jedoch über Palästina-Papiere. Sie blieben in Bergen-Belsen.

Die dokumentarisch gehaltenen Aufzeichnungen von Jozef Gitler sind das früheste Häftlingstagebuch aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen. Zusammen mit dem rückblickenden, erzählerischen Bericht von Mina Tomkiewicz werden die Lebensbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Häftlinge im Sonderlager deutlich.

Übersetzung: Joanna Liedke


Autor_innen
Jozef Gitler, Mina Tomkiewicz. Mit einer Einleitung und Kommentaren von Karl Liedke
Einband
Hardcover
Anzahl Seiten
120
Reihe
Bergen-Belsen. Berichte und Zeugnisse, Bd. 4
ISBN
978-38353-1406-1
Verlag
Wallstein, Göttingen
Jahr
2015

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