Displaced Persons Camp (1945-1950)

Nach ihrer Befreiung durch die britische Armee am 15. April 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslager Bergen-Belsen in die nahe gelegene ehemalige Wehrmachtskaserne gebracht und dort medizinisch versorgt. Die aus ganz Europa nach Deutschland verschleppten KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter erhielten von den Alliierten den Rechtsstatus „Displaced Persons“ (DP). Sie hatten dadurch einen Anspruch auf besondere Fürsorge.

Nachdem die meisten Überlebenden in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt waren, blieben in Bergen-Belsen vor allem Juden und nichtjüdische Polen zurück. Auf Anordnung der britischen Militärbehörden hin waren sie zunächst gemeinsam untergebracht. Etwa ab Juni 1945 wurden nach und nach getrennte Wohnbereiche geschaffen.

Im polnischen DP-Camp Bergen-Belsen lebten zeitweilig mehr als 10 000 Personen. Es wurde im September 1946 aufgelöst. Im jüdischen DP-Camp Bergen-Belsen lebten bis zu 12 000 Personen. Es bestand bis September 1950.

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