Neugestaltung

Die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen ist mit der Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums nicht abgeschlossen. Schon der Planungswettbewerb aus dem Jahr 2002 verlangte Vorschläge für die Architektur des Neubaus, das Ausstellungskonzept und Gestaltungsideen für den Umgang mit dem historischen Lagergelände. Für die Neugestaltung werden Gebäude, Ausstellung und Gelände als Einheit begriffen. Mit ihren spezifischen Mitteln dienen sie der gemeinsamen Aufgabe, den historischen Ort „lesbar“ zu machen. Für die Umgestaltung des Außengeländes der Gedenkstätte wurde ein Masterplan erstellt.

Der Gang auf das Gelände beginnt als „Steinerner Weg“ auf dem Vorplatz der Gedenkstätte, läuft als Teil des Gebäudes durch den Neubau hindurch und führt den Besucher weiter auf das ehemalige Lagergelände. Er endet auf einer Plattform in der Mitte des einstigen Lagers Bergen-Belsen.

Auf diesem Plateau informieren zwei Reliefmodelle über die Topographie des historischen Lagers und die Gestaltung des Außengeländes der Gedenkstätte. Zu beiden Seiten erstreckt sich der Blick auf einen freien Rasenkorridor, der die damalige Lagerstraße auf der Längsachse des Lagers nachzeichnet. Zusätzliche Rodungen werden Schneisen schaffen, die die Gesamtumrisse und einzelne Sektionen des Lagers markieren sollen. Im Zuge der Neugestaltung des Außengeländes werden Säulen mit Texttafeln installiert, die den Besuchern topographische und historische Informationen zum Gelände bieten.

Zu den weiteren Aufgaben der Umgestaltung gehört die Sicherung der wenigen erhaltenen baulichen Relikte. Darüber hinaus ist geplant, die Namen der Opfer, die bekannt sind, in einer noch zu findenden Form im Gelände auszustellen.

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten: Masterplan zur Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Neugestaltung Gedenkstätte Bergen-Belsen, 2. Phase 2010/11: Friedhof und historisches Lagerareal (PDF)

Faltblatt: Friedhof Historisches Lagergelände

Faltblatt: Friedhof Historisches Lagergelände
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