Mahnmale

Schon früh errichteten polnische und jüdische Überlebende zwei Mahnmale: Von jüdischer Seite wurde am 25. September 1945 ein provisorisches hölzernes Mahnmal zwischen den Massengräbern enthüllt. Die Einweihung fand im Rahmen des ersten Kongresses der befreiten Juden in der britischen Zone statt. Ein halbes Jahr später, am ersten Jahrestag der Befreiung im April 1946, wurde dann ein steinernes Denkmal mit hebräischer und englischer Inschrift eingeweiht. Das Komitee wählte als zentrale Mahnung den Satz: „Earth Conceal Not The Blood Shed On Thee!“ („Erde, verdecke nicht das Blut, das auf dir vergossen wurde!“). An diesem Mahnmal findet seither jährlich im April eine jüdische Gedenkfeier statt.

Überlebende aus Polen weihten am 2. November 1945 zum katholischen Feiertag Allerseelen ein hölzernes Hochkreuz ein, das sich am Rand der Massengräber an der höchsten Stelle des Geländes befindet. Das Kreuz wurde mehrfach erneuert, dabei blieben aber seine ursprüngliche Form und Größe bis heute erhalten.

Neben diesen Mahnmalen hatten Hinterbliebene in Erinnerung an ihre anonym begrabenen Verwandten und Freunde schon früh etliche Gedenksteine oder hölzerne Kreuze im Bereich der Massengräber aufgestellt. 2001 wurde für neu hinzukommende Gedenkzeichen ein separater Bereich angelegt. Der für die Schwestern Anne und Margot Frank 1999 aufgestellte Stein befindet sich in der Nähe des jüdischen Mahnmals.

Das von der britischen Militärregierung 1946 geforderte Mahnmal sollte an die Opfer aller Nationen erinnern. Britische Vertreter und eine internationale Kommission einigten sich auf die Errichtung eines Obelisken und einer Inschriftenwand. Die Mauer trägt heute Inschriften vieler Staaten, die Opfer in Bergen-Belsen zu beklagen hatten; außerdem sind Inschriften in Jiddisch, Hebräisch und Latein vorhanden. 1981 wurde ein Text zum Gedenken an die ermordeten Sinti hinzugefügt. Seit 1999 wurde das Mahnmal um drei Bronzetafeln erweitert.

Faltblatt: Friedhof Historisches Lagergelände

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