Historische Orte

Außerhalb des Geländes der Gedenkstätte Bergen-Belsen liegen weitere Orte mit einem unmittelbaren historischen Bezug zum ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager. Sie befinden sich nicht in Trägerschaft der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten.

Etwa 600 Meter vom ehemaligen Lager entfernt liegt umgeben von Wald der Friedhof mit den Opfern des Kriegsgefangenenlagers und -lazaretts Bergen-Belsen. Auf zwei weiter entfernten Friedhöfen liegen die Toten der Kriegsgefangenenlager Oerbke und Wietzendorf.

Eine Verladerampe zwischen den Ortschaften Belsen und Bergen dient noch heute militärischen Zwecken. Dort kamen Zehntausende von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen in Zügen an und es gingen Transporte in andere Lager ab. Ein Teil der Bahnanlage wurde als Gedenkort gestaltet und steht Besuchern offen.

Drei Räumungstransporte mit Häftlingen des Austauschlagers Bergen-Belsen führten im April 1945 bis in die heutigen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie in die heutige Republik Tschechien. Hunderte Häftlinge starben während dieser Transporte an den Folgen von Entkräftung und Krankheiten sowie bei einem Bombenangriff. Friedhöfe, Gedenktafeln und Mahnmale an Orten der Fahrtrouten erinnern an ihr Leiden.

Mannschaftsgebäude der ehemaligen Wehrmachtkaserne bei der Ortschaft Belsen wurden im April 1945 kurzzeitig als Nebenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen genutzt. Nach der Befreiung bestand in diesem Kasernenkomplex von 1945 bis 1950 ein Displaced Persons Camp. Die Orte, die an dieses Kapitel erinnern, liegen auf dem Gebiet des britischen Hohne-Camp; als Militärgelände sind sie nicht öffentlich zugänglich.

Faltblatt Gedenkstätte Bergen-Belsen

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Faltblatt Historisches Filmmaterial und Zeitzeugen-Interviews in der Dauerausstellung

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