
Eingangsbereich des Dokumentationszentrums, 2007. Foto Klemens Ortmeyer. GBB (SnG)
Medienstationen
In der Ausstellung befinden sich 48 Medienstationen mit Zeitzeugen-Interviews und historischem Filmmaterial. Für die Präsentation des audiovisuellen Materials, das eine Gesamtlänge von rund acht Stunden hat, wurden neue gestalterische und technische Formen sowie ein spezifisches Medienkonzept entwickelt.
Die Erzählungen und individuellen Erinnerungen der Überlebenden und anderer Zeitzeugen begleiten die Besucher durch die gesamte Ausstellung.
Entlang der linken Gebäudewand befinden sich die freistehenden biografischen Medienstationen. Ihre Inhalte sind auf die jeweils gegenüberliegenden Ausstellungsbereiche abgestimmt. In Filmen über die „Wege nach Bergen-Belsen“ beschreiben einzelne Überlebende konkrete Phasen und Orte der Verfolgung vor dem Transport in das Konzentrations- oder Kriegsgefangenenlager Bergen-Belsen. Die „Wege aus Bergen-Belsen“ stehen im Ausstellungsteil zum DP-Camp im Mittelpunkt der biografischen Medienstationen. Dort schildern Überlebende, mit welchen Problemen der Neuanfang nach der Verfolgungszeit für sie verbunden war.
Die thematischen Medienstationen enthalten Zusammenschnitte, in denen verschiedene Zeitzeugen über ein bestimmtes Thema sprechen. Sie sind bis auf wenige Ausnahmen direkt in die Ausstellungsvitrinen integriert. Damit verdeutlichen und personalisieren sie die Themen, die in der Ausstellung anhand von Texten, Exponaten und anderen Schrift- und Bildquellen präsentiert werden.
Die Aussagen der Zeitzeugen – in zehn verschiedenen Sprachen – wurden nicht synchronisiert, sondern sind durchgängig mit deutschen und englischen Untertiteln versehen. Vor den Medienstationen stehen Kopfhörer und begleitende Kurzbiographien zur Verfügung. Biographische Materialien zu den Interviews sind ebenfalls in den Ordnern und PC-Stationen der Vertiefungsebene enthalten.
Historisches Filmmaterial wird in der Ausstellung als eigenständige historische Quelle präsentiert. Deshalb wird es weitgehend ungeschnitten, im direkten Zusammenhang mit seiner Entstehungsgeschichte und ergänzt durch zugehörige schriftliche Dokumente gezeigt. Die Aufnahmen aus der Zeit unmittelbar nach der Befreiung sind in einem gesonderten Raum, dem sogenannten „Filmturm“ zu sehen.


